Hier siehst Du, wer und was seit Bestehen der Rubrik zum "L des Monats" gekürt wurde.                                                   

"L des Sommers 2009": Beth Ditto

Hoppla, da bin ich!


Wenn wir einmal davon absehen, dass Michael Jackson derzeit mehr Schlagzeilen produziert als seit der Veröffentlichung seines Albums "Thriller", dann dominiert eine Person der Popkultur derzeit wirkliche ALLE Medien. Sie ist etwa anderthalb Meter klein, rund wie ein Michelin-Männchen, erklärtermaßen lesbisch und Sängerin der amerikanischen Post-Punk-Band "The Gossip": Beth Ditto.
Das Besondere an ihr sind jedoch nicht diese "Äußerlichkeiten", sondern der plötzliche Erfolg, ihre Popularität. Indem sie der Öffentlichkeit selbstbewusst entgegentritt, wo diese doch gewohnt ist, "schlank" mit "schön" gleichzusetzen, tritt sie ihr gepflegt gegen das Schienbein und schmettert ihr ein unüberseh und -hörbares "Hier bin ich ich, nehmt mich wahr" entgegen.

Die Musik ihrer Band "The Gossip" ist sicherlich Geschmackssache (hier gibt`s die ausführliche Biographie der Combo), ebenso wie Dittos exaltierte Bühnenshow. Wer bei Daily Talkshows wegzappt, wenn Übergewichtige stolz in Dessous posieren, wird an Beth Ditto live on stage sicherlich wenig Freude haben. Ihre gesanglichen Qualitäten sind ebenfalls diskussionswürdig.

             

Ein voluminöser Klangkörper allein macht noch keine Jennifer Hudson oder Montserrat Caballé. Auch die "Fachpresse", die das neue Gossip-Album "Music For Men" mit Lobeshymnen überschüttet, darf kritisch betrachtet werden. Die Musik ist hier absolut nebensächlich. Sie ist lediglich das Werkzeug, das Beth Ditto nutzt, um sich selbst zu inszenieren. Das macht sie derart professionell und konsequent, dass nicht einmal mehr seriöse deutsche Medien wie DIE ZEIT, die Süddeutsche Zeitung oder DER SPIEGEL umhin können, über sie zu berichten.

In einer Zeit, die von Kurzlebigkeit geprägt ist, in der Max Mustermann für 5-Minuten-Ruhm seine Ideale verrät, macht das Phänomen Beth Ditto Hoffnung. Sie hat jahrelang dafür gekämpft, wahrgenommen zu werden, hat die ländliche Kleinstadtidylle verlassen, um ihren Weg in das kommerzielle Musikbusiness zu schaffen, hat dabei alle Konventionen und Branchendiktate ignoriert - und sie hat gewonnen.

Tickets für The Gossip


Möge ihr Beispiel zahlreiche Nachahmer/innen finden, damit die (Pop-)Kultur sich weg von der Stromlinienförmigkeit hin zu einer bunten, queeren Bewegung etabliert.


L des Monats: "VerkehrtHAIRum" - das neue Projekt von RattenSCHAF




David, Besitzer eines florierenden Schönheitssalons, ist ein Heterosexueller in einer homosexuellen Welt. Durch einen Zufall wird er unfreiwillig geoutet, was ungeahnte Konsequenzen hat.

Auch der Plot des Diplomfilms von RattenSCHAF ist wieder reichlich schräg. Ging es in "Flameno Surealisto" um einen Heterosexuellen, der sich in eine Lesbe verliebt und alles daran setzt, um ihr nah zu sein, wird das Thema "Sexuelle Identitätsfindung" in "VerkehrHAIRum" einfach mal von der anderen Seite beleuchtet. Was passiert eigentlich, wenn die Welt landläufig homosexuell ist und jemand von dieser Norm abweicht?

"VerkehrtHAIRUm" erzählt eine völlig abgedrehte Story. Es ist kein typisches Coming-Out Drama, welches das Angebot schwul / lesbischer Filme dominiert. In diesem Film steht die uns bekannte Realität Kopf. Alle Figuren sind bunt, schrill, liebevoll und vor allem homosexuell. Mit verkehrtHAIRum wird die Wirklichkeit bezüglich der sexuellen Orientierung verdreht. Es wird gezeigt, wie es wäre, sich als Heterosexueller in einer Welt zu outen, in der es normal ist, homosexuell zu sein.

Die Stigmatisierung, die David aufgrund seiner sexuellen Einstellung erfährt, ist Alltag für viele Schwule und Lesben. Wie wäre es, wenn sie einem Heterosexuellen widerfährt? Auf überspitzte und komische Art möchte man so dem Zuschauer einen Spiegel der Gesellschaft vorhalten. Dabei soll mit den Klisches ehr stilvoll und subtil umgegangen werden, anstatt einen platten Klamauk zu zelebrieren. Zum ersten Mal werden heterosexuelle Zuschauer das Gefühl eines Coming Outs nachvollziehen können.

Die Gesangs- und Tanzeinlagen verleihen verkehrtHAIRum einen ganz besonderen Zauber, der die Zuschauer, wie einst bei Mary Poppins, in seinen Bann ziehen wird. Schon bei "Flamenco Surealisto" zeigte RattenSCHAF, auf welche Art das einzigartige Team aus Filmstudentinnen und -studenten gerne Geschichten erzählt: Möglichst schräg, laut und knallbunt!
"Die Resonanz des Publikums und der Sponsoren war phänomenal und hat uns in unseren verrückten Ideen gestärkt. Wir freuen uns jetzt umso mehr Ihnen mit "VerkehrtHAIRum" wieder einen Film präsentieren zu können, der einen neuen, andersartigen und sicherlich auch etwas verrückten Blickwinkel ermöglicht", sagt das Team um Miriam Erkens.




Queerlee - Das neue Netzwerk für Lesben, Schwule und Queers

Es gibt etwas Neues in der Online-Regenbogenwelt!
Queerlee, das deutschsprachige Netzwerk für Lesben, Schwule und andere Queers, ging am 24. Januar 2008 unter queerlee.net online.

Queerlee richtet sich ausschließlich an homo- und transsexuelle Menschen jeden Alters, die Kontakte suchen, pflegen oder ausbauen wollen. Sichergestellt wird die Zugehörigkeit der Queers (Mitglieder des Netzwerks) zur Szene durch ein innovatives Vertrauenssystem. Jeder Queer gestaltet sein persönliches Profil mit Texten und Bildern und trägt so aktiv zur Entstehung der Inhalte auf www.queerlee.net bei. Über die Event-Funktion von Queerlee bleiben die Queers z.B. auch nach dem CSD mit neuen und alten Freunden in Kontakt. Mit Queerlee entsteht so eine kostenfreie, seriöse und interaktive Kommunikationsplattform für Lesben, Schwule und andere Queers.

Seriöse Inhalte

„Internetangebote für Homo- und Transsexuelle sind stark sexistisch geprägt. Es gibt kaum eine Möglichkeit mit Freunden einfach in Kontakt zu bleiben, sich mit ihnen auszutauschen und auf spannende Events hinzuweisen“ so Daniel Verst, einer der Gründer von Queerlee.

Aus diesem Grund legt Queerlee großen Wert darauf seriöse Inhalte anzubieten. Dies wird durch ein umfangreiches Qualitätssicherungssystem gewährleistet. Dabei vertrauen die Gründer auf die Mitglieder der Community. Sie sollen maßgeblich an der Entscheidung beteiligt werden, welche Inhalte entfernt werden und welche bleiben sollen.

Eigenes Nutzerprofil und Gruppenfunktion

Das Prinzip der Souveränität des Nutzers zieht sich durch das gesamte Konzept des Netzwerks. Jeder Queer kann ein eigenes Profil anlegen, in dem er sich selbst vorstellt. Neben den Kontaktdaten enthält das Profil z.B. Angaben zu Beziehungsstatus, Charakter und Meinungen zu alltäglichen Themen wie bevorzugten Reisezielen oder Dingen, die dem Queer besonders wichtig sind.

Darüber hinaus kann jeder Queer sein Profil durch Fotos ergänzen, die, je nach Einstellung des Queers, von allen oder nur von seinen Freunden angesehen und kommentiert werden können.

Als weiteres interaktives, von den Nutzern frei gestaltbares Kommunikationswerkzeug des Netzwerks ist die Gruppenfunktion zu nennen. Es können Gruppen zu beliebigen Themen gegründet und zu einem themenbezogenen Austausch zwischen den Queers genutzt werden.

Fakeschutz durch Vertrauenssystem

Das innovative Vertrauenssystem schützt die Community vor unerwünschten Besuchern. Zunächst kann ein neu registrierter Queer das Netzwerk nur eingeschränkt nutzen. Erst nachdem ihm durch einige andere Queers das Vertrauen ausgesprochen wurde, kann er alle oben beschriebenen Kommunikationswege des Netzwerks nutzen.

„So schützen wir die Community vor unerwünschten Fakern, welche für einige andere Communities ein großes Problem darstellen“, so Daniel Verst.

Das L-CHECK-Team findet Queerlee eine tolle Bereicherung für die Regenbogen- Community. Schaut unbedingt mal vorbei unter www.queerlee.net!



RattenSCHAF Filmproduktion: Flamenco Surrealisto                                         

Hubert (Klaus Nierhoff) verliebt sich in seine Krankenschwester Concepción und bekommt einen Korb - soweit das Alltägliche… Alles Übrige ist anders, denn die rassige Pflegekraft ist lesbisch und, anstatt, dass Hubert den Korb akzeptiert, fasst er einen verrückten Entschluss. Er schlüpft in die Rolle von Lizzy, um das Herz seiner Angebeteten trotzdem zu erobern. Doch dabei bringt er nicht nur ihr Leben durcheinander.
Klingt verrückt und durchgeknallt??? Genau das ist es auch. Und das sollte es auch sein... (L-CHECK berichtete.)

Das war nämlich das Ziel der schwullesbischen Crew von RattenSCHAF, einer Filmproduktionsfirma, bestehend aus Miriam Erkens, Janette Wölwer, Katja Klüting und Kai Stänicke. Die vier Filmstudenten aus Dortmund haben mit ihrem Vordiplomsfim "Flamenco Surealisto" für reichlich Furore auf diversen Kurzfilmfestivals gesorgt und tun es noch...

Im Rahmen des 3spana Flamenco Festivals in Gelsenkirchen läuft er noch einmal am 17.Juni 2008 im Wissenschaftspark Gelsenkirchen um 20:00 Uhr. Auf der Cellu làrt in Jena startet er ebenfalls dieser Tage. Bereits mit großem Erfolg lief "Flamenso Surealito" beim 9. Landshuter Kurzfilmfestivals Anfang März 2008. Und auch die Premiere 5. November 2007 war ein voller Erfolg.

Doch das alles ist kein Grund zum Ausruhen. Das neueste Projekt von RattenSCHAF ist bereits in der Mache.

Hier noch ein Auszug aus dem Exklusivinterview mit dem Filmteam:

Wie aufwendig ist so ein Dreh?
Wir hören oft, dass das ja gar nicht so aufwendig sein kann – so ein Kurzfilm – ist doch schließlich nur knapp 15 Minuten lang. Was kann daran so lange dauern? Dabei unterscheidet sich die Vorproduktion kaum von der eines Langfilms. Wir haben das Drehbuch geschrieben, Schauspieler ausgewählt und angefragt, Equipment gemietet, ein Team zusammengestellt, Versicherungen abgeschlossen und vieles mehr.

Zwar sind die Dreharbeiten bei einem solchen Film natürlich kürzer als bei längeren Filmen, aber auch die Postproduktion ist gleich: Schnitt, Tonstudioaufnahmen, Spezialeffekte und Sound Design.

Die eigentlichen Dreharbeiten dauerten neun Tage, insgesamt haben wir gut ein Jahr an unserem Debüt gearbeitet. Natürlich verlief die Vorproduktion von „Flamenco Surealisto“ parallel zum normalen Unterricht in der Akademie - was uns die eine oder andere Nachtschicht bescherte.
Da wir nur ein sehr kleines Budget hatten, hieß es also Andere für unser Projekt zu begeistern und von einer möglichen Investition oder Zusammenarbeit zu überzeugen.
Wir sind stolz das geschafft zu haben und wir sind auch jetzt noch begeistert von dem positiven Feedback und der Unterstützung unserer Sponsoren.

Wie kam es zu der Besetzung?
Wir haben uns schon sehr früh, während der Stoffentwicklung Gedanken zu der Besetzung gemacht. Da gibt es die wunderschöne Flamencotänzerin Concepción, den liebenswerten und genauso verrückten Hubert, und die scheinbar schüchterne Natalia. (Bild links: Concepcion und Natalia)
Bereits während wir das Drehbuch schrieben dachten wir an Ellenie Salvo González. Sie war von Anfang an unsere Concepción. Da bei Studentendrehs keine Gage gezahlt wird, ist es beinahe eine Traumvorstellung seine Wunschbesetzung zu bekommen.

Ihr könnt euch sicherlich unsere Begeisterung vorstellen, als wir tatsächlich unsere Favoriten für „Flamenco Surealisto“ gewinnen konnten. Bei Klaus Nierhoff wussten wir schon nach der ersten Klappe, dass er der Richtige ist. Gerade für diese Doppelrolle Hubert/ Lizzy konnten wir nicht irgendwen nehmen. Klaus war perfekt für diese Rolle.
Natalia ein Gesicht zu geben war dagegen eine Herausforderung. Zwar ist sie eher eine Nebenrolle, so trägt sie doch enorm zur Geschichte bei. Doch als wir Annika Blendl im TV entdeckten war uns klar: Das ist sie! Sie gibt der Figur das gewisse Etwas.

Wie verlief der Dreh?
Bei unseren Dreharbeiten gingen Chaos und Ordnung Hand in Hand. Wir hatten das Problem, dass der Sommer sich nicht entscheiden konnte, ob er jetzt einer war oder nicht.

Während wir mit den Studioaufnahmen beschäftigt waren, herrschten hochsommerliche Temperaturen und unermüdlicher Sonnenschein. Als wir zu den Außenaufnahmen übergingen haben uns Regen und Sturm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Also hieß es: Improvisieren und warm anziehen!
Es war manchmal echt hart, aber das Team war einfach großartig. Sie haben alles ertragen und ihr Bestes gegeben – und das unentgeltlich.

Nach vier anstrengenden Tagesdrehs ging es für Team und Schauspieler in drei aufeinander folgende Nachtdrehs. Diese zeitliche Umstellung machte uns ganz schön zu schaffen, denn der Körper gewöhnt sich nur langsam an diesen Wechsel. Erschwerend kam dann noch hinzu, dass die Nächte im Juli sehr kurz sind. Demnach herrschte bei den Nachtdrehs noch mehr Eile und Hektik als am Tage. Schließlich mussten die Einstellungen im Kasten sein, bevor die Sonne aufging.

Doch trotz dieser Unannehmlichkeiten war es spannend zu beobachten wie aus unserer Idee, unserer Vorstellung von „Flamenco Surealisto“ Realität wurde. Die ersten Bilder auf dem Regie-Bildschirm zu sehen verursachte schon ein leichtes Gänsehaut-Feeling.

Wie ging es nach dem Dreh weiter?
Nach dem Dreh ist vor dem Dreh! Nach kurzer Verschnaufpause nach den anstrengenden Strapazen des Drehs ging es direkt in die Postproduktion.
Zunächst wurde das Material gesichtet – wir hatten sechs Stunden Rohmaterial, aus denen wir für den endgültigen Schnitt auswählen mussten. Währenddessen sollte jedoch auch noch eine Menge Administration erledigt werden und die Suche nach dem Synchronsprecher für den Erzähler startete unmittelbar nach Drehende. Dabei half uns Klaus Nierhoff sehr. Er stellte den Kontakt zu Peer Augustinski (u. A. deutsche Synchronstimme von Robin Williams) her, der dann unserem Film seine unverwechselbare Stimme verlieh.
Auch den Tanz mussten wir im Studio nachvertonen. Dies war für unsere Flamenco-Expertin Michèle eine wahre Herausforderung. Sie und ihr Vater Francisco, der sie auf der Gitarre begleitet, mussten fast das ganze Stück umgestalten, damit es zu unserem Schnitt passte. Zum Abschluss folgten die Arbeiten an den Special Effects und dem Sounddesign.

Wie war es, den fertigen Film in den Händen zu halten, bzw. ihn das erste Mal zu sehen?
Es war unglaublich! Etwas, das vor einem Jahr in unseren Köpfen entstand, jetzt fertig auf dem Bildschirm zu sehen ist ein tolles Gefühl! Die Arbeit hat sich in jedem Fall gelohnt und wir sind sehr zufrieden und stolz auf unser Debüt!

An eine Pause ist danach aber auch nicht zu denken, denn unser Diplom-Film steht schon längst in den Startlöchern. Darüber wollen wir aber noch nichts verraten. Nur eins: Er wird wieder ganz speziell anders…

Noch mehr Infos und Fotos über uns, „Flamenco Surealisto“ und zukünftige Projekte finden Ihr auf unserer Homepage www.rattenschaf.com.

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Oktober 2007: Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg (16.-21.10.2007)              

Die Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg (LSF) sind nicht nur das älteste Filmfestival Deutschlands, in dem Schwule und Lesben zusammen arbeiten, sondern auch das drittgrößte Film-Event Hamburgs.

Einmal jährlich im Oktober locken sie rund 12.500 Besucherinnen und Besucher in die Hamburger Kinos und Orte der Rahmenevents. Auch im 18. Jahr ihres Bestehens haben die Filmtage nichts von ihrem Elan und ihrer Tatkraft verloren, sondern präsentieren sich frisch und weltoffen wie immer.

Im Wintersemester 1988/89 organisierten StudentInnen der Universität Hamburg ein Seminar zum damals kaum erforschten Thema "Homosexualität im Film".

In einer Kooperation mit dem kommunalen Kino Metropolis entstanden im Sommer 1990 die ersten Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg als eine Veranstaltung der Kinemathek Hamburg. Weil die LSF Hamburg stetig an Aufmerksamkeit gewannen, gründete sich 1995 der gemeinnützige Verein Querbild e.V.. Er ist seitdem Veranstalter und Träger der Filmtage.

Gut 20 Menschen arbeiten – ehrenamtlich – engagiert und kreativ an der Organisation und Gestaltung des Festivals.

Der Wunsch, möglichst vielfältige und aktuelle internationale Filmproduktionen zu präsentieren, geht einher mit dem Anspruch der Festivalmacherinnen und Festivalmacher, ein Forum für gesellschaftlich engagierte, diskussionswürdige und anspruchsvolle Filmkultur zu bieten.

Die Filme transportieren viele wichtige Themen und erzählen spannende Geschichten über die unterschiedlichsten Menschen. Die daraus resultierende Mischung macht die Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg zu einem Event, das nicht nur für die „queer community“, sondern für alle Film- und Kulturinteressierten von großem Interesse ist.

Highlights

Wie bereits im letzten Jahr findet die Eröffnung der Filmtage im Lichtspielhaus Streit's (Jungfernstieg 38) statt, und zwar am Dienstag,
16. Oktober um 19.30 Uhr. Der Einlass ins Foyer beginnt um 18.30 Uhr. Karten sind vorzugsweise im Vorverkauf zu erwerben, die Eröffnungsgala ist regelmäßig ausverkauft!

Dieses Jahr wird Maren Kroymann vor Ort das LSF eröffnen!
Der Eröffnungsfilm wird "Vivere" sein, das neue Werk von Angelina Maccarone.

Pressestimmen
"Was vor Jahren als Insiderveranstaltung mit eher akademischer Fragestellung begann, hat sich heute zum fröhlichen Treffpunkt entwickelt für Freunde guten Kinos." Hamburger Morgenpost, 2004

„Ein erstklassiger Programm-Mix auf hohem Niveau bescherte dem Festival einen großen Besucherandrang und eine tolle Atmosphäre. Dank vieler Gäste aus den Reihen der Filmemacher wurden einige Vorstellungen zum ganz besonderen Event, selten genug besteht sonst die Chance, direkt mit den MacherInnen in Dialog zu treten.“
escape, November 2005

„Für einen differenzierteren Blick auf schwule und lesbische Lifestyles, Träume und Probleme gibt es die Lesbisch Schwulen Filmtage.“ hamburg:pur, Oktober 2005

Tickets 2007
Online-Tickets gibt es vor Beginn des Festivals vom 25. September bis 12. Oktober unter : www.kartenhaus.de
Online-Tickets für die Eröffnung sind zur Zeit nicht mehr verfügbar.

Ab 1. Oktober (9 Uhr) wird ein neues Karten-Kontingent für die Hamburger Vorverkaufsstellen, den online-Kartenvorverkauf und bundesweite VVK-Stellen zur Verfügung stehen. Erfahrungsgemäß ist die Eröffnungsfeier nach wenigen Tagen ausverkauft.

Weitere Infos zu den Tickets und VVK-Stellen gibt es hier.

Alle Angaben:www.lsf-hamburg.de

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Sommer 2007: Christopher Street Day                                                                 

Der Christopher Street Day (CSD) ist ein Fest-, Gedenk- und Demonstrationstag der Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und deren Unterstützer. Gefeiert und demonstriert wird für die Rechte dieser Gruppen sowie gegen Diskriminierung und Ausgrenzung.

Die Bezeichnung Christopher Street Day ist nur in Deutschland und der Schweiz üblich. In Österreich heißt der Umzug Regenbogenparade, in englischsprachigen und romanischen Ländern wird meist von Gay Pride oder Pride Parades gesprochen und in Australien sind die Paraden mit der Karnevalstradition vermischt worden und heißen deswegen auch Mardi Gras.

Der CSD erinnert an das erste bekannt gewordene Aufbegehren von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten gegen Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street in Greenwich Village in den frühen Morgenstunden des 28. Juni 1969 in der Bar Stonewall Inn, der sogenannte Stonewall-Aufstand. Zu dieser Zeit gab es immer wieder gewalttätige Razzien der Polizei in Kneipen mit homosexuellem Zielpublikum. Es kam in der Folge zu tagelangen Straßenschlachten zwischen Homosexuellen und der Polizei.

Seit 1970 wird in New York am letzten Samstag des Juni, dem Christopher Street Liberation Day, mit einem Straßenumzug an dieses Ereignis erinnert.

In Deutschland fanden 1979 die ersten CSDs unter dieser Bezeichnung in Bremen und Berlin statt. Größere Lesben- und Schwulendemonstrationen gibt es in Deutschland allerdings schon seit 1972 (die erste in der Bundesrepublik Deutschland am 29. April 1972 in Münster). Der erste CSD in der Schweiz fand am 24. Juni 1978 in Zürich unter dem Namen Christopher-Street-Liberation- Memorial Day statt.

In beinahe jeder größeren Stadt in Deutschland feiert die Queer-Community heute CSDs. Die größten finden in Köln und Berlin statt. Köln wurde 2002 mit über 1,2 Millionen Beteiligten (Teilnehmer und Zuschauer) größter CSD in Europa. Die Paraden und Demonstrationen während des CSDs stellen mittlerweile ähnliche Attraktionen dar wie beispielsweise Karnevalsumzüge oder die wesentlich neueren Technoparaden.

Zusätzlich zur politischen Botschaft der CSDs wird ausgelassen gefeiert. Das Feiern des eigenen Lebensstils begründet sich aus dem Ursprung des CSDs: es soll demonstrativ gezeigt werden, dass man stolz auf sich, sein Leben und seine sexuelle Identität sein kann (daher auch die Bezeichnung Gay Pride 'schwuler Stolz' für solche Veranstaltungen).

Neben der CSD-Parade gibt es in vielen Städten ganze Kulturwochen mit bekannten Künstlern, politischen Veranstaltungen und Partys. In Köln hatte der CSD im Jahr 2002 zum ersten Mal mehr Besucher in die Stadt gelockt als der Rosenmontagszug.

Quelle: wikipedia.org

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April 2007: Das Portal Lesbians-Unlimited

Das "L des Monats" April geht an das lesbische Portal www.lesbians-unlimited.org, das unter verschiedenen Namen bereits seit 10 Jahren im Internet existiert.

Nach den ersten Gehversuchen im Internet entwickelte sich aus der zunächst privat betriebenen Seite der Autorin Kirstin Rupieper schnell eine Community namens „Dykeworld“, die von einigen Lesben gemeinsam ausgebaut wurde. Jedes Thema, das nicht schnell genug auf die Bäume kam, wurde dort behandelt und – zur Freude der LeserInnenschaft – auch entsprechend kommentiert. Nach einer Umstrukturierung im Team wurde aus der ehemaligen "Dykeworld" zunächst "Lesben-Heute" und im Februar 2006 schließlich "Lesbians-Unlimited.org".

Ein spannendes Projekt. Lesbische Informationen in professionellem Style. Deshalb führte L-CHECK ein Interview mit
der verantwortlichen Websitebetreiberin Kirstin Rupieper (Foto).

Hier der Blick hinter die Kulissen von Lesbians-Unlimited.

L-CHECK:
Kirstin, zunächst vielen Dank, dass Du Dir Zeit für mich nimmst. Wer steckt denn nun eigentlich genau hinter Lesbians-Unlimited?

Kirstin: Aber gern doch. Wir sind insgesamt drei Lesben, die die Seite machen. Das mal mehr, mal weniger, je nach Bedarf und verfügbarer Zeit. Zum einen gibt es unsere mamba, eine technisch sehr versierte Frau, die viel Erfahrung mit unserem Redaktionssystem ‚Joomla’ hat und die sich daher um anfallende technische Probleme kümmert. Darüber hinaus schreibt sie auch Artikel. Daneben gibt es eine weitere unverzichtbare Frau namens dustinthewind, die für die Bilder, Grafiken, Illustrationen und das Design insgesamt zuständig ist.
Und dann gibt es noch mich. Ich schreibe hauptsächlich Artikel und unterstütze in einem begrenzten Rahmen mamba bei der Technik.

L-CHECK: Angesichts der vielen Inhalte, die ihr habt, klingt das nach sehr viel Arbeit. Wie oft trefft ihr euch und wie laufen die Entscheidungsprozesse ab?

Kirstin: Wir treffen uns recht selten, da wir in weit voneinander entfernten Städten wohnen. Für notwendige schnelle Entscheidungen nutzen wir dasTelefon, zeitlich weniger dringende Themen handeln wir per E-Mail oder per Personal Message ab. Allerdings verstehen wir uns mittlerweile fast blind, so dass nur wenig Absprachen notwendig sind. Unsere Treffen zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass wir kaum über die Website reden, dafür aber umso mehr den leiblichen Genüssen zusprechen. Immer wieder sehr nett...

L-CHECK: Wo liegen die Schwerpunkte eurer Seite?

Kirstin: Neben erwähnenswerten Nachrichten, und damit meine ich nicht „Wer ist gerade mit wem erwischt worden“ oder ähnlichen Gossip, gibt es redaktionell umfangreichere Artikel zu bestimmten lesbenbezogenen Themen. Dabei ist unser Blickwinkel durchaus feministisch geprägt und geschärft. Darüber hinaus ist uns die Sichtbarkeit lesbischer Künstlerinnen ein besonderes Anliegen. Derzeit arbeiten wir an einer neuen Version der Künstlerinnengalerie, und am 1. Mai startet unser mittlerweile dritter Lesben-Award, ein Schreibwettbewerb für Frauen, bei dem die beste „lesbische Kurzgeschichte“ durch eine namhaft besetzte Jury prämiert wird.

L-CHECK: Dieser Lesben-Award hatte mal eine eigene Seite. Warum habt ihr das geändert?

Kirstin: Diese Seite haben wir immer noch. Sie wird lediglich auf lesbians-unlimited umgeleitet. Das hängt ein wenig mit der Geschichte unserer Seite zusammen. Ursprünglich hatten wir mal eine Website für die Artikel, eine Website für das Forum, eine für lesbisches Webhosting, eine für den Lesben-Award und eine weitere für den Chat. Auf beinahe jeder dieser Seiten mussten sich die Frauen neu registrieren, obwohl sie das auf unserer Hauptseite bereits getan hatten. Das war natürlich alles andere als komfortabel oder plausibel. Wir haben uns daher nach eingehender Beratung dazu entschlossen, eine einzige Seite für all das einzurichten. Diese Seite sollte mit einer Registrierung auskommen und all die anderen verschiedenen Seiten in sich vereinen. Der Preis dafür war, die 1,6 Millionen Zugriffe, die wir im Februar 2006 auf der alten Website bereits hatten, zu verlieren und uns außerdem einen neuen Namen auszudenken. Angesichts des gewonnenen Komforts fiel uns der Verzicht auf die Zugriffszahlen leichter als das Finden eines neuen Namens. Nach langem Nachdenken und Abwägen haben wir uns dann für lesbians-unlimited.org entschieden, da es für uns die Unbegrenztheit ebenso wie die Gemeinsamkeit lesbischen Lebens ausdrückt. Das „org“ war mir persönlich wichtig, weil es verdeutlicht, dass wir trotz unserer Größe eine privat betriebene und unabhängige Website von Lesben für Lesben sind.

L-CHECK: Das heißt was genau?

Kirstin: Das heißt zum einen, dass wir die Server- und Pflege-Kosten für diese Seite aus eigener Tasche bezahlen. Zwar haben wir einen Amazon-Shop und bieten Werbeplatz, die Einnahmen daraus sind jedoch im Gegensatz zu unseren monatlichen Ausgaben absolut zu vernachlässigen. Und das heißt zum anderen, dass wir in der Berichterstattung komplett unabhängig sind. Wir suchen uns die Themen aus, die uns und hoffentlich auch unsere Leserinnen interessieren. Wenn wir Rezensionen schreiben, so sind die nicht schöngefärbt, sondern stellen unsere ureigenste Meinung zu einem Buch oder einer CD dar. Bevor wir einen vorgeschlagenen Link in unsere Linkliste aufnehmen, schauen wir uns den vorher sehr genau an und schreiben auch unsere Meinung zu dieser Website. Genau diese Unabhängigkeit ist uns enorm wichtig, unterscheidet uns und macht in unseren Augen auch die Qualität unserer Seite aus.

L-CHECK: Auf der Startseite führt ihr eine Umfrage über das Alter eurer Leserinnen durch. Die Ergebnisse sind sehr interessant. Was meinst Du, woran das liegt?

Kirstin: Du meinst das Ergebnis, dass der Anteil der 40-50jährigen bei uns am höchsten ist und dass der überwiegende Anteil aller unserer Leserinnen zwischen 30 und Ende-offen ist? Das ist etwas, worüber ich mich immer wieder freue, da das sicherlich für die meisten Websites in der Form nicht gilt. Gerade die jüngeren Frauen sind doch eigentlich diejenigen, die schon mit einem Laptop und einer DSL-Leitung auf die Welt kommen. Über die Gründe für die ungewöhnliche Altersstruktur unserer Leserinnen kann ich allerdings nur spekulieren. Ich vermute mal, dass wir drei als Lesben im Alter von 40, 45 und 53 Jahren vielleicht einfach häufiger altersspezifische Themen in einer entsprechenden altersspezifischen Form aufgreifen und dass das eben auch häufiger Frauen in unserem Alter anspricht. Ganz besonders stolz sind wir übrigens auf die Frauen über 60, die wir mit unserer Site erreicht haben.

L-CHECK: Wenn Du in Bezug auf eure Website drei Wünsche frei hättest, welche wären das und warum?

Kirstin: Erstens würde ich mir mehr Beteiligung und Rückmeldung der Leserinnen wünschen, da uns das entlasten würde und außerdem Feedback zu unserem 2006 eingeschlagenen Weg böte. Die Beteiligung könnte zum Beispiel in Form eigener Artikel oder in Form von Kommentaren unter den Artikeln oder in Form von Forumsbeiträgen erfolgen. Zweitens würde ich mir mehr Sponsorinnen für den diesjährigen Lesben-Award wünschen, die das Preisgeld heraufsetzen, damit sich die Gewinnerin im Herbst über einen ansehnlichen Betrag freuen kann. Und drittens würde ich mir die Erfindung sich-selbst-schreibender Artikel wünschen. Der Grund dazu liegt auf der Hand… (lacht)

L-CHECK: Danke für das Interview, Kirstin!

Kirstin: Danke für das L des Monats!

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Passend zum Weltfrauentag am 8. März präsentierte L-CHECK im März den Verein Lesbenring e.V.

... 25 Jahre und ein bisschen weise ...

Seit 1982 gibt es den Lesbenring, den größten Dachverband für Lesben und Lesbenorganisationen in Deutschland. Eine ziemlich lange Zeit für ein autonomes Lesbenprojekt. Im Herbst 2002 haben wir das Jubiläum mit einer Riesengeburtstagsparty und dem Kongress "LesbenLebenFeminismus" in Berlin gefeiert. Wir verstehen uns als feministische Lesben. Der 20. Geburtstag war Anlass genug, um über Inhalte und Ziele sowie über die Aktualität unseres Feminismusverständnisses nachzudenken und zu diskutieren.

Die neue Selbstverständlichkeit ...
Aus dieser Diskussion entstanden ist unser aktuelles Selbstverständnispapier, denn in erster Linie ist der Lesbenring eine politische Vertretung für Lesben. Als bundesweite Plattform reden wir mit, wenn es um Themen wie Antidiskriminierungsgesetz, Adoptionsrecht für Lesben oder aber auch die steuerliche Benachteiligung von Alleinerziehenden geht. Ganz wichtig ist uns allerdings, nicht immer nur den tagespolitischen Themen hinterherzustolpern, sondern eine eigene Meinung, eine lesbische (Polit)Kultur zu entwickeln. Deshalb sind wir nach langen und heftigen Auseinandersetzungen zu dem Schluss gekommen:

... Lieber Lesbenring als Ehering ...
Weil auch die Eingetragene Partnerinnenschaft nur wieder einem Teil der Lesben und Schwulen zudem noch recht dürftige Privilegien einräumt, haben wir uns dafür stark gemacht, alle Lebensweisen endlich gleichzustellen und statt Ehegattensplitting dort zu unterstützen, wo Kinder erzogen bzw. Alte und Kranke gepflegt werden.

Was wir Frauen raten ...
Mittlerweile ist der Lesbenring Mitfrau im Deutschen Frauenrat und versucht auch dort Lesbenthemen ins Gespräch zu bringen. Mitfrau bei ILGA sind wir auch. Und überhaupt liegt uns ganz viel am...

...Geklüngel !
Das liegt natürlich schon im Wesen eines Dachverbandes. So wird das, was im Lesbenring passiert, natürlich auch mitgeprägt durch die bei uns vertretenen Gruppen und Vereine. Eine ganz besonders enge Zusammenarbeit pflegen wir aber darüber hinaus mit SAFIA, dem Lesbenfrühlingsverein und den LAGs.

Wie wir gestrickt sind ...
Jede Lesbe, jede Gruppe und jeder Verein (auch lesbisch-schwule mit mindestens 3 Lesben) kann Mitfrau werden und jede Mitfrau kann zur jährlichen Mitfrauenversammlung, die meist in einem wunderschönen Frauenferienhaus stattfindet, Einfluss auf die Arbeit des Vereins nehmen. Alle interessierten Mitfrauen sind zu den Arbeitstreffen eingeladen, die während des Jahres in verschiedenen Städten von Oldenburg bis München tagen, Beschlüsse fassen und an deren Umsetzung arbeiten.

Lesbenbetten ...
Nicht nur die LR-Aktiven sind kreuz und quer durchs Land unterwegs, Lesben sind ganz allgemein ein reiselustiges Völkchen. Für alle Mitfrauen bieten wir eine Bettenbörse. Das geht ganz einfach: Jede die ein Bett, ein Zimmer oder gar eine Wohnung für andere Mitfrauen (besuchsweise) zur Verfügung stellt, kann auf Anfrage ein Quartier für das nächste lange Wochenende bekommen. So lernt lesbe sich kennen...

...und Lesbenmode
machen wir auch! Recht auffällig sind unsere leuchtend orangen T-Shirts mit den fröhlichen Ladies und dem Schriftzug: "Wir haben die Axt noch nicht begraben!". Immer sind sie an unseren Infoständen heiß begehrt. Von den älteren Modellen "Wir machen aus Lust und Liebe Politik" und "Lesbenring: Das Beste daran sind die Lesben darin" sind nur noch Restposten zu haben.

Lesestoff ...
Wenn jetzt die eine oder andere neugierig geworden sein sollte, dann kann sie gern mehr über uns erfahren. Für Mitfrauen und Interessierte geben wir monatlich das LesbenringINFO bzw. den INFO-Brief heraus. Neben Vereinsneuigkeiten gibt es dort Informationen aus dem Lesbenleben in Deutschland und anderswo, Musikempfehlungen, einen (nahezu vollständigen) Überblick zu den Neuerscheinungen von LesbenFrauenbüchern samt ausführlichen Rezensionen, Geschichten, Gedichte, Veranstaltungstipps, Anzeigen und mehr. Übrigens hat jede Mitfrau ab sofort pro Heft eine Anzeige frei. Eingeschickte Beiträge und Leserinnenbriefe veröffentlichen wir gern.
Seit 2004 gibt es Themenhefte, z.B. zu Lesben und Alter, Lesben und Familie, Lesbenkultur und -geschichte. Unsere Geschäftsstelle schickt euch gern Leseproben zu.

... und immer wieder wird es (Lesben)Frühling ...
und spätestens dann können wir uns persönlich kennen lernen am Infostand des Lesbenrings. Dort sind wir immer vertreten und überhaupt geben wir den jeweiligen Orgas nach Kräften materielle und ideelle Hilfe .Auch sonst sind wir recht mobil und gern zu Gast um unseren Verein und unsere Arbeit vorzustellen.

Wenn du Mitfrau im Lesbenring e.V. bist:
• wirst du als Lesbe von uns politisch vertreten - z.B. im deutschen Frauenrat oder in der ILGA
• trägst du dazu bei, Lesbenleben sichtbarer zu machen
• bist du Mitfrau in einem gemeinnützigen Verein, der größtem größten Dachverband für Lesben, Lesbengruppen und -organisationen
• hast du die Möglichkeit, deine Ideen einzubringen und bist ganz herzlich zu unseren Treffen eingeladen
• bekommst du jeden Monat unsere Mitfrauenzeitschrift, prall gefüllt mit aktuellen Informationen und Kultur
• kannst du unsere Bettenbörse nutzen und dich durchs Lesbenland schlafen

Veranstaltungstipp: Sommeruni des Lesbenring e.V.
Anlässlich des 25jährigen Bestehens feiert der Verein vom 27.-29.7.2007 im Frauenferienhaus Zülpich die Sommeruni. Es wartet ein buntes Programm auf Euch:

• Podium, Erzählcafè, Workshops zum Thema „Wie werden wir l(i)eben, wenn wir älter sind...“ Politisches, Nachdenkliches, Optimistisches, Sinnliches
• 25-Jahr-Markt mit Tanz und (Klein)Kunst jeder Art und Bauchladenverkauf und Festbuffet
• Sektempfang und Brunch als offizieller Festakt zum Jubiläum
Anmeldung: ab 1. November unter info@frauenbildungshaus-zuelpich.de oder Anfragen Telefon 02252 6577
Preise: • Rundumsorglospaket mit Übernachtung, Verpflegung, Programm und Fest
im Einzelzimmer 250 Euro, im Doppelzimmer 230 Euro, im Dreibettzimmer 220 Euro, im Vierbettzimmer 200 Euro, im Matratzenlager 190 Euro, im eigenen Zelt 190 Euro
• Tagesprogramm am Samstag inclusive Mittagsimbiss und Fest mit Buffet 95 Euro
• Fest mit Buffet 20 Euro

Du bist wild entschlossen mitzufeiern? Wir freuen uns auf dich. Rechtzeitige Anmeldung sichert dir einen Platz und erleichtert den Organisatorinnen die Planung.
Du willst als Geburtstagsgästin nicht mit leeren Händen kommen? Natürlich freuen wir uns über Geschenke...
Hier unsere Wunschliste:
• Lesben, die einen Teil des Tagesangebotes übernehmen möchten
• Djanes, die zum Fest auflegen
• Musikerinnen aller Stilrichtungen
• Autorinnen, die eine Kurzgeschichte vortragen
• Alle, die Lust haben, etwas zum Jahrmarkt beizutragen
• Bauchladenhändlerinnen, die ihre Waren feilbieten
• Gratulantinnen, die eine Laudatio verlesen
• Alles, was euch sonst noch so einfällt...

Alle, die uns einen inhaltlich-künstlerischen oder was-auch-immer Beitrag schenken wollen – kurzum potentielle Referentinnen, Künstlerinnen, Händlerinnen, meldet euch doch kurzentschlossen unter buero@lesbenring.de oder Lesbenring e.V. – Geschäftsstelle – Postfach 110214, 69071 Heidelberg oder direkt bei karis.schneider@gmx.de
Es freuen sich auf dich: Elke Heinicke, Pressesprecherin, und alle Aktiven des Lesbenrings

Text: Elke Heinicke, Pressesprecherin Lesbenring e.V.

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"L des Monats" Februar 2007: Wolfsmutter.com

Wolfsmutter.com – Abenteuer Feminismus

Ein Frauen-Portal zu neuen Wegen,...

Als Teil der autonomen Frauen- und Lesbenbewegung ist Wolfsmutter.com eines der wenigen Frauenportale mit deutlich feministischem Anspruch und entwickelt sich immer mehr vom Geheimtipp zur wichtigen Informationsdrehscheibe von und für feministisch interessierte Frauen und Lesben.

Entstanden ist Wolfsmutter.com im Jahr 2003 als Nachfolgerin von http://wolfsmutter.frauenweb.at - einer privaten Website, die Neuankömmlingen in der österreichischen Lesbenszene den Einstieg und das Kontakteknüpfen erleichtern sollte - mit dem Anspruch feministisches Bewusstsein zu schaffen, zu informieren, zu vernetzen und zu unterhalten. Dabei war es den Macherinnen Daniela Mackowiak und Patricia Wendling von Anfang an ein Bedürfnis Politik, Wirtschaft, Bildung, Kultur und Spaß miteinander zu verbinden und so das Leben als Ganzes darzustellen, als Theorie und Praxis, als Arbeit und Erholung.

Die Besucherin findet deshalb auf diesen Seiten neben einem Magazin (mit Artikeln, Rezensionen, Terminen, Links und mehr) und einem Forum auch ein internationales Branchenverzeichnis, in dem ausgewählte Fachfrauen mit ihren frauenbewegten Unternehmen, Vereinen und Projekten empfohlen werden - um mehr Geld in Frauenhand fließen zu lassen. “In Zeiten, in denen Frauenprojekte dahinschmelzen wie die Gletscher und das Überleben der Einzelnen immer mehr zur Privatsache erklärt wird, wollen viele bewusster mit ihren Kräften umgehen und auch durch ihr Kaufverhalten Einfluss auf Ressourcenverteilung und Politik nehmen“, beobachten die Betreiberinnen. So ist es für Wolfsmutter.com auch eine Selbstverständlichkeit ausschließlich Kooperationen mit Frauenfirmen einzugehen und beispielsweise auf der Bücherseite anstelle eines „Amazon-Bestellbuttons“ einen Bestellservice bei der Buchhandlung Frauenzimmer in Wien anzubieten. – Ein deutscher Frauenbuchladen folgt im Übrigen in Kürze. „Weil der Anteil an Userinnen aus Deutschland immer mehr wird.“

Die Frauenplattform richtet sich an alle Frauen, lesbisch oder heterosexuell, jung und alt, dick und dünn, arm und reich, mit und ohne Kinder und ist mittlerweile kaum noch wegzudenken aus dem WorldWideWeb. Und wenn eine bedenkt, dass dahinter nach wie vor nur zwei Frauen stehen und eine Handvoll engagierter Userinnen, dann wird schnell klar welch Herzblut, Idealismus und begeisterte Frauenliebe diesem Projekt zugrunde liegen müssen. In einem Gästinnenbucheintrag heißt es „... diese Seite bietet Ideen und vor allem auch Hoffnung. Ich komme hierher, um Kraft zu schöpfen.“ Möge das noch lange so bleiben. Wolfsmutter.com - Abenteuer Feminismus

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"L des Monats" Januar 2007: Lesbengeschichte.de                                                   

Mit diesem Online-Projekt wollen die Initiatorinnen Ingeborg Boxhammer und Christiane Leidinger lesbische Frauen kritisch in 'die' Geschichte einschreiben, Lesben in 'der' Geschichte sichtbar machen – mit ihren individuellen Lebensgeschichten wie auch bezogen auf etwaige 'kollektive' Zusammenhänge frauenliebender Frauen.

Für den Start des (no-budget!) Online-Projekts Lesbengeschichte legten sie historisch den Schwerpunkt der biographischen Skizzen lesbischer Frauen und historischer Informationen auf das Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts, geographisch auf Deutschland. Perspektivisch kann und soll die Website erweitert werden.

Neben biographischen Skizzen zu einzelnen Frauen, die frauenbezogen gelebt haben oder leben und/oder lesben-/schwulenpolitisch aktiv gewesen sind, beleuchten wir als zweiten Schwerpunkt die Geschichte von Lesben in deutschsprachigen Spielfilm(ko)produktionen. Auf der Website findet sich eine Lesbenfilmchronik, eine Filmliste sowie Statistiken zur Quantität des lesbian-like im Film.

Außerdem gibt es weitere Texte zu lokaler Lesbengeschichte, Dokumentationen und Bilder rund um Erinnern & Gedenken an historische Lesben, Chroniken zum Stöbern und Weitersuchen, Literaturlisten zum Download und eine Sammlung von geschichtsbezogenen Links.

Seheingeschränkte und blinde LeserInnen können deutsche und englische Text-Dateien und/oder Audiodateien anfordern. Um die Texte möglichst breit zugänglich zu machen, gibt es das Projekt Lesbengeschichte in acht verschiedenen Sprachen.

Lesbensgeschichte.de wird zum Großteil aus Spendengeldern finanziert.

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"L des Monats" Dezember 2006: Aufklärungsprojekt miteinAnders

miteinAnderS will über lesbische, schwule, bisexuelle, transgender und intersexuelle Lebensweisen aufklären.

Das Projektteam besucht Schulen, um mit Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und Berührungsängste abzubauen. Erklärtes Ziel der Organisation ist es, Möglichkeiten der Begegnung und des Austausches anzubieten, um Vorurteilen möglichst frühzeitig entgegenzuwirken.

Unter www.miteinanders-jena.de erfährst Du mehr über die Arbeit des Aufklärungsprojektes.

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L des Winters: "Flamenco Surealistico" - Debüt der RATTENschaf Filmproduktion Dortmund

Stell dir vor du bist hetero und verliebst dich in eine Lesbe! Was nun?

Diese Frage stellten sich Janette, Katja, Miriam und Kai – 4 Filmstudenten aus Dortmund, die zusammen die „RATTENSchaf Filmproduktion“ bilden. „Flamenco Surealisto“ ist ihr Debüt-Film; eine „Short Comedy“, die
am 5. November 2007 in Dortmund Premiere feierte. Lest hier ihren Bericht.

Worum geht es in der Geschichte, die anders, aber trotzdem so alltäglich ist?